Blogpause…

…aus Gründen

Private Umstände lassen mich den weiteren Juli über meinem Schreibtisch fern bleiben.

Neue Beiträge werden in dieser Zeit nicht geschrieben, auf eventuelle Nachfragen wird nicht reagiert.

Ich bitte um Verständnis und hoffe, mich später im August mit neuen Leseeindrücken und Ähnlichem wieder melden zu können.

Haben Sie / habt alle eine gute Zeit!

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Dichtung von der Insel aus Feuer und Eis (51)

Meine Reise durch die isländische Poesie

Reykjavík – Hafen und Harpa. Foto: Wolfgang Schiffer

Wiewohl in den letzten Monaten intensiver mit Übersetzungen aus dem Isländischen beschäftigt als je zuvor, datiert – so meine soeben gemachte Entdeckung – die letzte Station meiner als solche gekennzeichnete Reise durch die isländische Poesie auf den 18. September vergangenen Jahres.

Warum ich so viel Zeit habe verstreichen lassen, ist mir nun selber ein kleines Rätsel – erklären kann ich es mir allenfalls mit eben jener Arbeit an Übersetzungen, unter anderem an der des gelegentlich bereits erwähnten Gedichtbands von Ragnar Helgi Ólafsson und meiner Vorfreude auf dessen baldiges Erscheinen im Elif Verlag. Wirklich entgegensetzen kann ich dem Rätsel heute allerdings nichts anderes als ein Gedicht, ein Gedicht eines anderen isländischen Autors.

Dieser ist Sveinn Yngvi Egilsson; auf der Station 48 meiner Reise habe ich ihn bereits kurz vorgestellt; jetzt will ich es ein wenig ausführlicher tun.

Sveinn Yngvi Egilsson wurde 1959 geboren, er studierte isländische und schottische Literatur an den Universitäten in St. Andrews und in Reykjavík und ist neben seiner literarischen Tätigkeit heute Professor für isländische Literatur an der Fakultät für isländische und vergleichende Kulturwissenschaften an der Universität Islands.

Sein Schwerpunkt in Forschung und Lehre ist die moderne isländische Literatur – und hierin nicht zuletzt die isländische Poesie, zu deren  romantischen und postromantischen Aspekten er ein Buch mit dem Titel Die Natur der Poesie veröffentlichte, das 2014 für den isländischen Literaturpreis nominiert wurde. Zuvor hat er für viele Jahre als Verlagsredakteur, als Lehrer und Dozent sowie als Mitherausgeber von Skírnir, der Zeitschrift der Isländischen Literaturgesellschaft gearbeitet.

Neben literaturwissenschaftlichen Werken veröffentlichte er Bände mit Gedichten und lyrischen Prosaskizzen – hier  unter anderem im Verlag 1005 – Kind in Reykjavík 2014 den Band Hjarðljóð úr Vesturbænum / Hirtengedichte aus der Weststadt, dem der folgende Text entnommen ist. Die Übersetzung ist einmal mehr in schönster Zusammenarbeit mit meinem Malerfreund Jón Thor Gíslason entstanden.

 

TISCHMANIEREN

Der Tod kommt wie ein eher sympathischer, doch ungebetener Gast zum Nachmittagskaffee, zu dem  allerdings keiner so richtig eingeladen war, und setzt sich auf den besten Stuhl. Entspannt nimmt er eine Ecke vom Tischtuch und reibt den Stoff zwischen Daumen und Zeigefinger. (Das ist schwedisches Leinen, obwohl es in diesem Zusammenhang vielleicht nichts zur Sache tut.) Und schneller, als es das Auge erfassen kann, reißt er das Tuch unter all dem weg, was dort liegt. Klappernde Tassen und zitternde Kuchen merken nicht eher davon, bis sie auf der nackten Tischplatte stehen, doch ohne sich von der Stelle gerührt zu haben.

    Es gibt selbstverständlich keinen Grund, die Kaffeetafel aufzuheben, aber irgendwie ist die Stimmung rauer geworden. Nehmt unbedingt mehr davon, sagt der Gastgeber, es ist genug zu essen und zu trinken da.

   Der auf dem besten Stuhl sitzt da mit dem verknitterten Tischtuch im Arm wie einer, der weiß, dass er sich schämen sollte, scheint aber keinen Appetit zu haben.

  Für eins ist immer noch Platz, sage ich ungewöhnlich lebhaft und strecke mich nach dem letzten Stück.

 

BORÐSIÐIR

Dauðinn kemur eins og fremur viðkunnanleg boðflenna í eftirmiðdagskaffi, sem enginn var svo sem sérstaklga boðinn í, og sest í besta stólinn. Hann tekur hæglætislega í hornið á borðdúknum og þreifar á efninu með þumli og vísifingri. (Þetta er sænskur hördúkur, þó að það skipti kannski ekki máli í þessu samhengi.) Hradðar en auga á festi rykkir hann dúknum af borðinu undan öllu því sem þar er. Glamrandi bollar og titrandi kökur vita ekki furr til en þau standa á berri borðplötunni en hafa þó ekki hreyfst úr stað.

   Það er auðvitað engin ástæða til að blása kaffiboðið af en einhvern veginn er stemmningin orðin hrárri. Fáið zkkur endilega meira, segir gestgjafinn, ekki vantar veitingarnar.

   Þessi í besta stólnum situr með kuðlaðan dúkinn í fanginu eins og sá sem veit upp á sig skömmina en virðist ekki hafa neina lyst.

   Maður getur alltaf á sig blómum bætt, segi ég furðu hresslega og teygi mig í síðustu sneiðina.

Jón Thor Gíslason: o.T. 2011, Bleistift auf Buetten, 42 x 30 cm

 

Jón Thor: Jón Thor Gíslason: o.T. Bleistift auf Bütten, 42 x 30 cm

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Lyrik funkt!

Auch Satelliten müssen einmal landen…

Wie in meinem Beitrag Umlaufbahnen zum Lyrik-Festival Satelliten angemerkt, sollte dieses gestern nach mehreren Auftritten einzelner Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den verschiedensten Orten in der Kölner Südstadt seinen Abschluss in einem zweiten Abend im Alten Pfandhaus finden, an dem – in der dortigen ehemaligen Versteigerungshalle – einmal mehr die Dichtung auf andere Künste traf und mit ihnen in einen, da manchmal mit einem gehörigen Anteil an Improvisation, oftmals überraschenden Dialog trat. In einen Dialog, der gerade dann die Stärken von beidem deutlich werden ließ – vom Wort wie von der Musik, dem Gesang, dem Tanz.

Gerne will ich auch heute wieder mit ein paar Bildern (die allerdings meine mangelnden fotografischen Fähigkeiten vor allem in dunklen Räumen nicht verhehlen können) versuchen, einen Eindruck von diesem weitgehend überzeugenden Abend zu vermitteln – die kleine Einschränkung erfolgt deshalb, weil mir neben dem kreativen Heutigen, dem Neuen, das alle künstlerischen Konstellationen im Aufeinandertreffen wagten, ein Auftritt ein wenig retrohaft anmutete: die Begegnung der Lyrikerin Swantje Lichtenstein mit dem elektronischen Musikarrangement von Jono Podmore, Professor für Popularmusik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Aber erstens ist derlei ja auch Geschmacksache – und zweitens hat es dem Gesamten in seiner kaleidoskopischen Qualität nichts genommen.

Das Programm:

Die vielfach gepriesene Ulrike Almut Sandig (in der Abbildung 2. von rechts), derzeit als Poetin in Residence an der Hochschule für Musik und Tanz, gab zusammen mit Studierenden der Kompositions-, Gesangs- und Klavierklassen einen Einblick in ihre Werkstatt, bei der sie u. a. neue Wege des Kunstlieds beschreitet.

Der Lyriker Christoph Wenzel traf auf Elektro Hafiz (er war am Vortag schon Ron Winklers „Partner“) und beide zusammen auf die Tänzerin und Choreographin Bahar Gökten, die Texte und Musik auf überzeugende Weise in Bewegung überführte, ihnen einen Körper gab.

Ein Klangbild der besonderen Art erzeugten Swantje Lichtenstein zusammen mit Jono Podmore.

Äußerst intensiv, selbst für den zuschauenden Zuhörer geradezu physisch spürbar, wurde es dann zum Schluss, als Martin Piekar im Dialog mit der Puppenspielerin Magda Lena Schlott Texte aus seinem Gedichtband Bastardecho vortrug – mal sitzend, mal gehend, mal liegend. Sie stehen in Kapiteln, die Titel haben wie eben Bastard, Brutalismus oder Zombiewalk in Tabubezirken, aber auch Bedürfnis nach dir und Kirschblüte. Zusammen mit den kongenialen Korrespondenz-Aktivitäten der auch performenden Magda Lena Schlott war dieser Auftritt ein Ereignis erster Güte.

Überhaupt: das Kölner Lyrik-Festival Satelliten, kuratiert von den Dichtern und Verlegern Christoph Danne und Dinçer Güçyeter und – mit der Unterstützung einiger privater und institutioneller Förderer, nicht zuletzt der Kunststiftung NRW, der Sparkasse KölnBonn und der Stadt Köln selbst – veranstaltet vom Literaturhaus Köln, hat wirklich gezeigt, dass Lyrik funken kann und dass sie dies auch tut! Man muss ihr nur die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen.

Das ist hier in bester Weise geschehen! Eine Fortsetzung ist dringend geboten!

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Umlaufbahnen

Satelliten – Ein Lyrik-Festival der besonderen Art

Der Monatswechsel Juni – Juli steht in Köln, der Stadt in der ich lebe, ganz im Zeichen der Poesie. Satelliten heißt das Festival, das dies bewirkt, und das mit dem Versprechen, dass Lyrik funkt. Die Sendezentrale ist das Alte Pfandhaus in der Kölner  Südstadt, hier begann das Programm gestern Abend, das auf beste interdisziplinäre Weise Kontakt aufnimmt mit anderen Künsten wie Musik, Performance oder Bildende Kunst, hier wird es heute Abend auch seinen Abschluss finden – doch zwischen den Abendveranstaltungen berühren die teilnehmenden Dichterinnen und Dichter auf ihrer Umlaufbahn heute noch verschiedene weitere Orte: eine Buchbinderei, eine historische Torburg, ein Kulturcafé, ein Atelier, eine Kultkneipe, ja, sogar eine nicht allzu weit entfernte Gartengemeinschaft.

Kuratiert haben das Festival die Lyriker und Verleger Christoph Danne und Dinçer Güçyeter, veranstaltet wird es mit der Unterstützung einiger institutioneller und privater Förderer vom Literaturhaus Köln.

Um einen Eindruck vom bisherigen Geschehen zu geben und vielleicht sogar Lust zu machen, dem weiteren Verlauf selber beizuwohnen, zeige ich im Folgenden nun ein paar Bilder vom gestrigen Auftakt – in der Reihenfolge der aufgetretenen Dichter- und Künstler-Konstellation: Ron Winkler und Elektro Hafiz, Jan Skudlarek und Barbara Schachtner vom Performancekollektiv INTERSTELLAR 227, Maren Kames und die bildende Künstlerin Denise Winter sowie Sonja vom Brocke und das Elektromusik-Duo Winkler/Reihse.

Die Aktiven des heutigen Abends werden Ulrike Almut Sandig sein, zusammen mit Studierenden der Kompositions-, Gesangs- und Klavierklassen, Christoph Wenzel zusammen mit der Tänzerin Bahar, Swantje Lichtenstein mit Jono Pomodore, Professor für Popularmusik sowie Martin Piekar und die Puppenspielerin Magda Lena Schlott.

Was immer einen dann zu überraschen weiß, es findet ab 20:00 Uhr im Alten Pfandhaus statt. Alles nähere erfährt der interessierte Leser auf der entsprechenden Seite des Literaturhauses Köln – hier!

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Lyrik ist die Mutter der Politik

Die 100 schönsten niederländischen Gedichte:
Wir sind abwechselnd Sonne und Meer

Foto: Wolfgang Schiffer

In wenigen Tagen geht das Akkreditierungsportal der kommenden Frankfurter Buchmesse online; in wenigen Wochen wird uns Frankreich als diesjähriger Ehrengast dieser Messe mit seiner literarischen Tradition und vor allem mit seinem aktuellen literarischen Schaffen bekannt machen. Höchste Zeit für mich, einen kurzen Blick auf wenigstens eine der Publikationen zu werfen, die sich dem Gastland oder besser den Gastländern der vorjährigen Messe widmen: Flandern und die Niederlande.

Wir sind abwechselnd Sonne und Meer lautet der Titel des Buches; entnommen ist er einem von Ard Poshuma ins Deutsche übersetzten Gedicht von Mark Boog, das der Gedichtsammlung – denn um eine solche handelt es sich – noch vor jeder weiteren Gliederung vorangestellt ist. Gerne zitiere ich es hier in Gänze.

Der Kausalnexus

Wie selbstverständlich kräuseln sich die Folgen,
größer als die Eltern, sterben weg.

Es werden Möwen darüber kreischen,
gekreischt haben, Gedanken eines
keuchenden Hirns, feuchter Klumpen Gallerte.
Der Kausalnexus.

Der lockere Sand, subtiles Abtropfsieb.
Das unveränderte Panorama auf der
Ansichtskarte,
die dennoch untergehende Sonne.
Es bekommt Formen in uns,
setzt uns voraus.
Wir sind abwechseln Sonne und Meer,
Welle und Wind, wir sind unveränderlich nichts.

Erschienen ist der Band im Aufbau Verlag, als Übersetzerinnen und Übersetzer haben an ihm außer dem bereits genannten Ard Poshuma Marianne Holberg, Ira Wilhelm, Heinz Schneeweiß, Gerd Busse (der u.a. den siebenbändigen Kultroman Das Büro von J.J. Voskuil ins Deutsche übertragen hat) und viele weitere mitgewirkt – nicht zuletzt auch der Herausgeber selbst, der Verleger, Übersetzer und Musiker Christoph Buchwald, den das Lesepublikum deutschsprachiger Lyrik seit vielen Jahren als die Konstante in der Herausgeberschaft des jährlichen Jahrbuchs der Lyrik kennt.

Für den vorliegenden Band die Verantwortung der Herausgabe übernommen zu haben, hat als mutige Herausforderung meinen Respekt – behauptet die Sammlung doch nicht weniger als die hundert schönsten niederländischen Gedichte zu enthalten.

Das Programm des Aufbau Verlags, die Lyrik betreffend, lässt vermuten, dass dies vielleicht weniger ein Auswahlkriterium des Herausgebers selbst gewesen ist, als vielmehr einem Reihen-Gedanken entspricht – schließlich gibt es im Aufbau Verlag u.a. bereits Bertolt Brecht und Rainer Maria Rilke ebenso in 100 Gedichten wie unter dem Titel Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut 100 kulinarische Gedichte – Christoph Buchwald, der dem Buch auch ein aufschlussreiches Interview zu seiner Auswahl, der Qualität und Vielfalt sowie der (leider mangelnden)  internationalen Bekanntheit der niederländischen Lyrik, das der Journalist und Gitarrist Kris van Boekenwoud mit ihm geführt hat, als Nachwort  beifügt, hat nach meinem Empfinden jedoch trotz dieser numerischen Klammer etwas Großartiges geleistet.

Immerhin können wir nicht weniger als neunundsechzig Dichterinnen und Dichter unserer unmittelbaren westlichen Nachbarn durch Beispiele ihres Schaffens in dieser Anthologie kennenlernen, von Gerrit Achterberg bis Ad Zuiderent – der älteste 1887 geboren, die jüngste 1978 – und neben den vielen, von denen zumindest ich hier erstmals lese, auch vertraute, durchaus bekannte Namen wie Remco Campert, Mitglied der künstlerischen Avantgarde-Gruppe Vijftijers, der Flame Hugo Claus sowie Judith Herzberg, Cees Nooteboom oder Gerrit Kouwenaar und Lucebert, dem Mitbegründer der experimentellen Künstlergruppe Cobra, der Kouwenaar ebenfalls sehr nahe stand.

Von den beiden zuletzt Genannten soll denn auch noch bespielhaft für die literarische Spielbreite und erfrischende Modernität der Sammlung je ein Gedicht zitiert sein.

Zunächst Gerrit Kouwenaar:

total weißes zimmer

Lasst uns noch einmal das zimmer weiß machen
noch einmal das totale weiße zimmer, du, ich

dies wird keine zeit sparen, nur noch einmal
das zimmer weiß machen, jetzt, nie mehr später

und dass wir dem beinah vollendeten nachsinnen
das wie gedruckt scheint, weißer als lesbar

also noch einmal das zimmer, das für immer totale
so wie wir da lagen, liegen, liegen bleiben
weißer als, zweisam –

Und nun Lucebert:

schule der Poesie

ich bin kein lieblicher dichter
ich bin der windige hochstapler
der liebe, seh unter ihr den hass
und darauf die gackernde tat.

lyrik ist die mutter der politik
ich bin nur der ausrufer des aufruhrs
und meine mystik ist das verfaulte futter
der lügen, mit dem sich die tugend ausheilt.

ich vermelde, dass die samtenen dichter
scheu und humanistisch sterben.
fortan wird die heiße eiserne kehle
der gerührten henker sich musikalisch öffnen.

auch ich, der ich in diesem buch wohne
wie eine ratte in der falle, lechze nach der gosse
der revolution und rufe: reimratten, hohn,
hohn der viel zu schönen poesieschule.

Natürlich enthält die Anthologie, deren Zustandekommen vom Nederlands letterenfonds, der niederländischen Stiftung für Literatur gefördert wurde, auch Gedichte zu Landschaft und Geschichte des Landes, zu gesellschaftlicher Lebensart und kultureller Besonderheit – ja, aufgrund der weit gefächerten Breite der Stoffe und Stile macht es wirklich Freude, in der überschaubaren, als Leinenband mit Lesefädchen auch äußerlich wohl gestalteten Sammlung zu lesen und sich die lyrische Landschaft der Nachbarn, die vielen, so mutmaßt der Herausgeber, noch weitgehend eine Terra incognita sei,  ein wenig zu erschließen.

Bedauern mag man allenfalls, vor allem wenn einem die Originalsprache nicht gänzlich fremd ist, dass der Band nicht zweisprachig ist. Und auch zu den darin vorgestellten Dichterinnen und Dichtern,  die der Anhang alphabetisch ebenso auflistet wie die Titel ihrer Gedichte, hätte man gerne etwas mehr erfahren als allein das Geburts- und gegebenenfalls das Todesjahr und die Quelle ihrer vorgestellten Gedichte.

Doch tut derlei kleine Mäkelei der Gesamtempfehlung keinen Abbruch:  Wir sind abwechselnd Sonne und Meer sind auf 180 Seiten jeder Lektüre wert.

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