Dunkel. Insel. Nebel.

Eine Krimi-Trilogie aus Island in zeitlich umgekehrter Reihenfolge

Eigentlich, so habe ich, nachdem ich Nebel, den letzten Band der seit Mai nach und nach auf Deutsch erschienenen Krimi-Trilogie des als Spiegel-Bestseller-Autors gepriesenen Isländers Ragnar Jónasson (derzeit steht er mit allen 3 Teilen zugleich auf der Paperback-Bestseller-Liste des Magazins) gelesen hatte, für einen kurzen Moment gedacht, ich sollte nun die vorhergegangenen Bände Insel und Dunkel noch einmal lesen, und zwar in der genannten Reihenfolge, denn dies entspräche schließlich dem zeitlichen Ablauf des Geschehens, vor allem aber dem Lebenslauf ihrer Protagonistin, der eigenwilligen und hartnäckigen Kommissarin Hulda Hermannsdóttir … Dann habe ich davon aber doch abgesehen; die Sorge, dass diese leichte Redundanz, die  ich schon beim Lesen des zweiten Bandes, dem zwischen dem Ende und dem Anfang,  empfunden hatte, noch größer werden könnte, war mir einfach zu groß!

Dabei betraf diese Redundanz nicht die Fälle an sich, sondern mehr die privaten Lebensumstände der vom Schicksal wahrlich gebeutelten Hulda. So erfahren wir im ersten veröffentlichten Teil (Dunkel), in dem sie kurz vor ihrer Pensionierung steht (zu der es, mehr sei hier nicht verraten, wegen des von ihr untersuchten letzten Falles, dann recht final doch nicht kommen kann …) und als letztes Zugeständnis in ihrer stets unter patriarchalischen Machtverhältnissen gelittenen Laufbahn  noch zu einem nie aufgeklärten Todes einer russischen Asylbewerberin namens Elena ermitteln darf, hier erfahren wir also, dass ihre Tochter Dimma in jungen Jahren Selbstmord begangen hat, dass  ihr Ehemann Jón, der wohl nicht unschuldig am Freitod der Tochter war, längst gestorben ist, dass sie selbst als Tochter eines seinerzeit kurzfristig stationierten US-Soldaten (Tochter eines Hermann = Tochter eines Soldaten) vaterlos aufgewachsen ist und mit ihrer inzwischen ebenfalls verstorbenen Mutter, die partout nicht über den Vater hatte sprechen wollen, nie in einem guten Verhältnis stand usw.

In Band 2 (Insel), in dem Hulda auf dem Höhepunkt ihrer nach wie vor von männlichen Vorgesetzten und Kollegen beeinträchtigten Karriere ist und einen Mord an einer jungen Frau auf einer entlegenen Insel aufzuklären hat, der womöglich auf  ein weiteres, früheres Verbrechen verweist, erfahren wir all dies – zeitlich ein wenig zurückversetzt – erneut, angereichert allerdings um eine Reise in die USA, bei der sie sich nach dem Tod ihrer Mutter und damit dem Ende der Rücksichtnahme auf sie auf die  Suche nach ihrem Vater begibt – eine Suche, an deren Ende der Besuch eines Grabes steht.

Schließlich führt uns Band 3 (Nebel), der letzte der Trilogie, in der zeitlichen Abfolge von Huldas Lebensdaten jedoch der erste, die uns inzwischen bekannten privaten Umstände etwas konkreter vor. In Rückblenden werden wir Zeuge der Verzweiflung angesichts des Verhaltens der sich mehr und mehr isolierenden 13-jährigen Tochter und der Hilflosigkeit im Umgang mit ihr, wir sind Zeuge eines aus dem Ruder laufenden Weihnachtsfestes mit der Mutter als Gast, Dimmas Selbstmordes, Huldas quälender Selbstvorwürfe und der vermuteten Schuld ihres Ehemannes Jón, dem Hulda am Ende des Buches nur noch einen baldigen – später ja auch eintreffenden  – Tod wünscht.

Der Fall, oder vielmehr die Fälle, die sie hier in ihrer noch frischen, großen Trauer und Verzweiflung zu untersuchen hat, das Verschwinden Unnurs, einer jungen Frau, die sich als angehende Schriftstellerin auf einen Selbsterfahrungstrip quer durch Island begeben hat, und den Tod eines Bauernehepaars auf einem abgelegenen Gehöft im Osten der Insel, haben dabei – wie auch die der vorherigen Bände – ein gutes Spannungspotential und viel typisch Isländisches in Personen, Konstellationen und Landschaften; mit anderen Worten, sie können – und das macht zusätzlich ihren Reiz aus – so, wie sie aufgebaut sind und nach und nach enträtselt werden, nirgendwo sonst auf der Welt stattfinden als hier in Island. Warum ich sie aber, was Alter und Entwicklung ihrer Aufklärerin Hulda Hermannsdóttir angeht, in zeitlich umgekehrter Reihenfolge zu lesen habe, dazu fehlt mir offensichtlich die Fantasie. Ich bewundere allenfalls noch das Vermögen des Autors, stets im Vorhinein gewusst zu haben, was er später einmal über seine Protagonistin und die ihr in früheren Jahren widerfahrenden Umstände schreiben wird.

Der Verlag btb in der Verlagsgruppe Random House, der die Trilogie von Ragnar Jónasson hierzulande veröffentlicht hat, ist an dieser umgekehrten Reihenfolge im Übrigen „unschuldig“, er vollzieht nur nach, was der Autor und sein Verlag Veröld in Island vorgegeben haben. Ankreiden kann man ihm jedoch, dass er die drei Teile der Trilogie nicht etwa aus den isländischen Originalen übersetzt hat, sondern nach einer bereits erfolgten englischen Ausgabe, und dies noch dazu von zwei Übersetzern, von Kristian Lutze bei Teil 1 und 2 sowie von Andreas Jäger bei Teil 3.

Die Übersetzungen lesen sich deshalb nicht schlecht, aber ein paar Unstimmigkeiten lassen sich m. E. schon feststellen, u. a. im nicht immer erklärlichen Umgang mit dem „Sie“ und „Du“ bei der Anrede oder den Zuweisungen eines Genus bei Eigennamen wie Straßennamen etc. Und wenn bei der Übersetzung einer Landschaftsbeschreibung auf das schwedische Wort „Fjäll“ zurückgegriffen wird, würde man schon gerne wissen, was im Original steht und ob die Übertragung dem wirklich entspricht. Natürlich geht davon die Welt nicht unter, wie der große österreichische Dichter Ernst Jandl angesichts von etwas, das nicht perfekt sei, einmal dichtete, nicht mal ein Haus stürzt ein, aber angesichts der vielen guten Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Isländischen, die es im deutschsprachigen Raum längst gibt, muss man auf eine Übertragung aus dem Original auch nicht verzichten. Soviel Respekt hat meines Erachtens auch die Kriminalliteratur aus Island verdient!

Ragnar Jónasson wurde übrigens 1976 in Reykjavík geboren, er ist Mitglied der britischen Crime Writers´Association und Mitbegründer des „Iceland Noir“, dem Reykjavík International Crime Writing Festival. Er lebt und arbeitet als Schriftsteller, Investmentbanker und Dozent für Rechtswissenschaften an der Universität Reykjavík in der isländischen Hauptstadt.

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Grunað vængjatak / Geahnter Flügelschlag

Zum Tod des isländischen Literaturwissenschaftlers Eysteinn Þorvaldsson

Der große Vermittler deutscher Literatur in Island und isländischer Literatur in Deutschland, der Literaturwissenschaftler Eysteinn Þorvaldsson, ist vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren gestorben.

Er liebte Heinrich Heine ebenso wie Franz Kafka, deren Werke er neben manch anderen (und oftmals in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Ástráður Eysteinsson) ins Isländische übertrug, er war  d e r  Kenner der isländischen Lyrik, den isländischen Atomdichtern galt hierbei sein besonderes Augenmerk. Seinen Erzählungen über diese lose Gruppe junger Dichter, die nach dem 2. Weltkrieg die traditionell gebundene Lyrik Islands gegen alle Widerstände revolutionierten, und seinen Arbeiten dazu, insbesondere zu Hörður Stefán Grímsson, verdanke auch ich wohl meine besondere Zuneigung zu deren Poesie innerhalb der lyrischen Landschaft Islands.

Eysteinn Þorvaldsson

Noch 2010 veröffentlichte Eysteinn Þorvaldsson eine umfassende Beschreibung und Analyse der Dichtkunst Stefán Hörður Grímssons unter Titel einer Gedichtzeile des Autors, Geahnter Flügelschlag (Grunað vængjatak – Um skáldskap Stefáns Harðar Grímssonar); 2011, zum Gastauftritt Islands auf der Frankfurter Buchmesse, durfte ich mit ihm den Themenband Bei betagten Schiffen – Islands Atomdichter  in der Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik die horen herausgeben, als ein mehr als 430 Seiten starkes, kritisches Lesebuch mit zahlreichen Erstübersetzungen wichtiger poetischer und journalistischer Textbeispiele aus jener Zeit sowie Würdigungen der literarischen und literaturgeschichtlichen Leistung der Atomdichter von zahlreichen heutigen Schriftstellerinnen und Schriftstellern und anderen Persönlichkeiten Islands …

Ich danke Eysteinn Þorvaldsson für seine jahrelange Freundschaft, in meiner Trauer um den Verlust sind meine Gedanken bei seinen Kindern, Enkelkindern und Freunden in Island!

Samúðarkveðjur ykkur öllum!

 

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Das Mädchen an der Brücke

Der neueste auf Deutsch erschienene Kriminalroman von Arnaldur Indriðason

Island

Es ist schon bewundernswert, mit welch zuverlässiger Regelmäßigkeit der isländische Krimiautor Arnaldur Indriðason uns seit Jahren mit Lesestoff versorgt; so gut wie jedes Jahr erscheint in seinem Heimatland ein neuer Roman und nimmt bald seinen Weg in viele andere Sprachen.

Wer hier bereits häufiger Rezensionen zu Büchern des Autors gelesen hat, weiß, dass ich bekennender Fan seiner Krimis bin, sowohl seiner inzwischen abgeschlossenen Kommissar-Erlendur-Reihe wie der Flovént-Thorson-Reihe, seiner vereinzelten Thriller mit individuellen Protagonisten und nicht zuletzt der mit Schattenwege und Verborgen im Gletscher begonnenen Folge mit dem pensionierten Kommissar Konráð im Mittelpunkt.

Letztere ist mir womöglich, von gelegentlich kleineren Kritikpunkten abgesehen, bereits am meisten ans Herz gewachsen, entspricht doch der Charakter des verwitweten Ermittlers Konráð, die Energie und Hartnäckigkeit mit der er bei Aufklärung der ihm zumeist zufällig zuteilwerdenden Fälle noch den entferntesten Hinweisen nachgeht und die kleinste sich ihm auftuende Spur verfolgt, geradezu wesensgleich der Erzählhaltung des Autors: dem geruhsamen Fluss, in dem er eine Geschichte sich entwickeln lässt und wie bei einem Puzzle Teil für Teil vor dem Leser ausbreitet und schließlich zu einem kompletten Bild voller gesellschaftlicher Atmosphäre und genauer lokaler Färbung zusammenfügt. Wobei sich die Präzision der atmosphärischen und lokalen Verortung nicht allein auf das Heute bezieht; die Fälle, die Konráð beschäftigen, spielen stets auch in der Vergangenheit, verweisen auf zweifelhafte Vorkommnisse oder ungelöste Verbrechen, traumatisch überschattet von der Jahrzehnte zurückliegenden und nie aufgeklärten Ermordung seines Vaters, eines Kriminellen, der u. a. während der Kriegs- und Nachkriegszeit zusammen mit seinem als Medium fungierenden Kumpan Engilbert Trost suchende Menschen bei fragwürdigen Séancen betrog.

Bei Konráðs steter Suche, die Umstände um den Tod seines Vaters aufzudecken, nimmt es kein Wunder, dass auch der neue Roman Das Mädchen an der Brücke umfangreich auf diese Zeit eingeht, mehr jedoch noch spielt er in der Zeit der frühen sechziger Jahre und natürlich in der Gegenwart. In dieser bittet ein älteres Ehepaar, der Mann ein angesehener Steuerfachmann, die Frau, die mit Konráðs gestorbener Gattin Erna befreundet war, eine bekannte ehemalige Politikerin, den pensionierten Kommissar um Hilfe bei der Suche nach ihrer verschwundenen Enkeltochter. Danní, so der Name des Mädchens, sei in die Drogenszene abgerutscht, habe wohl sogar auch einmal als Drogenkurierin gearbeitet, doch um öffentliches Aufsehen zu vermeiden, wende man sich jetzt nicht an die Polizei, sondern bitte ihn, sich der Sache anzunehmen. Nur widerwillig erklärt Konráð sich dazu bereit, und es braucht auch nicht lange und er findet das Mädchen – tot in der zugemüllten Wohnung ihres Freundes Lassi, offensichtlich gestorben an einer Überdosis, noch mit der Nadel im Arm.

Und von Lassi keine Spur! Jetzt ist dies ein Fall für Marta, Konráðs Nachfolgerin in der Mordkommission.

Parallel hierzu bittet ihn Eygló, die Tochter des kurz nach der Ermordung von Konráðs Vater ebenfalls unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommenen Engilbert, sich des Falles eines 1961 im Tjörnin, dem Stadtteich Reykjavíks, ertrunkenen Mädchens namens Nanna aus der Barackensiedlung auf dem Skólavörðuholt anzunehmen. Ein Unfall, so hätten die seinerzeitigen Untersuchungen zu der von einem angehenden Dichter im Wasser entdeckten Leiche ergeben, doch Eygló hat daran Zweifel bekommen: Ihr, die offensichtlich die übersinnlichen Fähigkeiten ihres Vaters geerbt hat, sei das Mädchen nicht nur damals, zum Zeitpunkt ihres Todes, als sie selbst noch ein Kind war, erschienen, so erzählt sie, sondern jetzt erneut, auf der Suche nach ihrer Puppe, die mit ihr im Wasser des Teichs gefunden worden war. Für Eygló ein Hinweis darauf, dass das tote Mädchen keine Ruhe findet und die Puppe ein Geheimnis in sich bergen muss, das Auskunft über das tatsächliche Geschehen vor so vielen Jahren gibt.

Konráð glaubt nicht an Übernatürliches, aber er verspricht Eygló, sich die alten Akten noch einmal vorzunehmen, und je tiefer er in diese eindringt und in der Folge mit einigen der damals Beteiligten spricht, z. B. mit Nannas Stiefbruder Eymundur und Leifur, dem damals angehenden, doch erfolglos gebliebenen Poeten, der das ertrunkene Mädchen gefunden hatte, desto größer werden auch seine Bedenken gegenüber dem Ermittlungsbefund.

Im weiteren Verlauf der parallel geführten Ermittlungen, der offiziellen im Fall Dannís und der inoffiziellen im Fall Nannas, bei denen Marta und Konráð jedoch in stetem Kontakt und Austausch sind, verflechten sich die Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart zunehmend enger miteinander. Das Ergebnis, dem der Autor in dreiundsechzig Puzzleteilchen ähnlichen kurzen Kapiteln zustrebt  und das hier natürlich nicht verraten wird – abgesehen von dem Hinweis, dass das Themenspektrum sich von Drogenkriminalität, Gewalt gegen Frauen, Machtmissbrauch bis hin zu sexuellem Missbrauch spannt und für Island typische Aspekte wie Spiritualismus und Genealogie bedenkt –, schockt selbst eine gestandene Kriminalistin wie die sonst so „coole“ Marta und bringt sie am Ende zu der Erkenntnis:

Das ist ein Scheißjob. Ein schlecht bezahlter, unerträglicher Scheißjob. Keine Ahnung, warum ich mir das antue. Warum bin ich bei dieser Scheißpolizei?

Mein Fazit: Eine bitterkalte Geschichte um das Böse im Menschen und der Schutzlosigkeit, der ihre Opfer, vor allem Mädchen und Frauen, ausgeliefert sind. Überaus lesenswert!

Erschienen ist Das Mädchen an der Brücke in der Übersetzung von Anika Wolff als Hardcover und eBook im Lübbe Verlag und bei LÜBBE AUDIO auch in gekürzter Fassung als Hörbuch, gelesen von Walter Kreye.

 

 

 

 

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Beim ersten Kennenlernen

Das freut den Herausgeber und Mit-Übersetzer der Anthologie. Herzlichen Dank fürs Aufmerken, Lyrikzeitung & Poetrynews!

Lyrikzeitung & Poetry News

Baldur Óskarsson

An einen alten Freund

Beim ersten Kennenlernen ist ein Gedichtband
                     eine Stadt gesehen vom Meer
Du segelst die Küste entlang
Straßen öffnen sich und Sunde
und wahrscheinlich ist es schon Zeit
einen Hafen aufzusuchen

Du betrittst die Anlegebrücke
Gesichter begegnen dir
- Gesichter Gesichter Gesichter -

Du begegnest dem Blick

Lichter flammen auf

Wahrscheinlich empfängt dich die Stadt mit offenen Armen

Aus dem Isländischen von Franz Gíslason und Wolfgang Schiffer.

Aus: Wolfgang Schiffer (Hrsg.): Am Meer und anderswo. Isländische Autoren in deutscher Übersetzung. Lyrik und Kurzprosa. Silver Horse Edition, 2015, S. 68

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Auf der Burg – Kristof Magnusson: Ein Mann der Kunst

Gut beschrieben und bewertet. Das teile ich gerne!

letteratura

KD Pratz ist weltberühmt für seine Kunst und entspricht ganz dem Bild vom schwierigen Künstler, der der Welt mit all ihrer Schlechtigkeit entflohen ist. Er hat sich auf eine Burg am Rhein zurückgezogen und empfängt dort fast nie Gäste. Alles Neue, Moderne ist ihm zuwider. Doch als ein Frankfurter Museum die Möglichkeit in Aussicht stellt, dass man ihm den durch eine Erbschaft finanzierbaren Anbau dort zur Verfügung stellen bzw. seinem Werk widmen könnte, ist sein Ego (oder ist es doch nur sein Selbstverständnis als Künstler?) groß genug, um Interesse zu zeigen. Die Gelder von Bund und Land sind gesichert, nur der Förderverein des Museums muss noch zustimmen. Und so macht dieser sich auf den Weg zu KD Pratz. Ein Wochenendausflug, der anders laufen wird, als geplant.

Kristof Magnusson lässt seinen Roman „Ein Mann der Kunst“ aus der Sicht von Constantin erzählen, einem Architekten, dessen Mutter Ingeborg die Leiterin des Fördervereins…

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