Erinnerungen und die Suche nach dem Zauberwort

Barbara Zeizinger bespricht „Dass die Erde einen Buckel werfe“.

Cover-Umschlag, obere Hälfte

Bisweilen steht in der Online-Literaturzeitschrift Signaturen-Magazin nicht nur das, was man selbst geschrieben oder mit übersetzt hat, sondern auch etwas über das, woran man auf die eine oder andere Weise mitwirken konnte.

So findet sich zu meiner großen Freude dort aktuell eine Besprechung meines Gedichtbands Dass die Erde einen Buckel werfe, mit dem – eine weitere Freude – der ELIF Verlag, der ihn veröffentlicht hat, auf der HOTLIST 2022, der Liste der 10 Bücher des Jahres aus unabhängigen Verlagen steht.

In ihrer Rezension schreibt Barbara Zeizinger unter anderem:

Jedes Detail sei notwendig, weil diese Welt sonst verschwinden würde, hat Peter Kurzeck einmal gesagt. Wolfgang Schiffer nennt in seinen Texten zahlreiche Details, er scheint alles festhalten zu wollen, die Erinnerungen und die Gefahren, die unserer Zukunft drohen. Doch dies ist für ihn kein Selbstzweck, sondern hinter all dem steckt der Wunsch, zu erkennen, was in unserer Welt wesentlich und human ist. In einer Welt, in der die Sprache und die Wörter noch die Kraft haben, etwas zu verändern.

Überhaupt die Sprache. In einem der kurzen Prosatexte, die mit den Gedichten eine Einheit bilden, hat er als dritte Form Speisepläne hinzugefügt, sogenannte Wochenkarten, in denen er sowohl hochdeutsch als auch in einem Versuch einer muttersprachlichen Rekonstruktion (De Weäkkaart / ens zo af zo mooendaachs) aufführt, was die Familie eine Woche lang gegessen hat. Auch der Dialekt soll nicht vergessen werden.

Der Band enthält sieben Abschnitte und jeder Abschnitt besteht aus jeweils drei Teilen, einem kurzen Prosatext, einem Wochenplan und einem langen Gedicht. So tragen vielleicht die strenge Form und die magische Zahl sieben dazu bei, die beschriebene Welt eine Zeit lang zusammenzuhalten, wenn sich Wolfgang Schiffer auch wundert, dass die Erde immer noch keine Buckel wirft / um uns von sich zu werfen.

 In Gänze zu lesen ist die Besprechung unter diesem Link.

Der Autor des Buches dankt der Rezensentin für ihr schönes Aufmerken zu seinem Band und dem Signaturen-Magazin fürs Veröffentlichen der Besprechung.

Cover-Umschlag, untere Hälfte
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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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Eine Antwort zu Erinnerungen und die Suche nach dem Zauberwort

  1. Kathinka Dittrich schreibt:

    Lieber Wolfgang,

    Sehr schön.

    Kathinka

Kommentare sind geschlossen.