Linda Vilhjálmsdóttir: das kleingedruckte

Frauen sind im Kleingedruckten die unbekannten Größen: Diese Gedichte der isländischen Autorin Linda Vilhjálmsdóttir sind Revolutionskantaten und ein Lesegenuss nicht nur für Frauen.

Linda Vilhjálmsdóttir: das kleingedruckte

Es gibt Rezensionen und darin Absätze / Sätze, die mag man als Beteiligter an einem literarischem Werk besonders, und das umso mehr, wenn sie von einem/r persönlich sehr geschätzten Kritiker/in geschrieben sind.

So gefällt mir in dieser Besprechung von Birgit Böllinger folgender Absatz besonders gut, weist er, in dem er auf die Vergleichbarkeit von Lebenswirklichkeiten hinweist, die sich in diesem Gedichtband, der seinen Ursprung in Island hat, zeigen, doch zugleich auf die geografische und kulturelle Räume überschreitende Bedeutung von Literatur im Allgemeinen hin.

So gibt Linda Vilhjálmsdóttir auch ein Stück isländische Lebenswirklichkeit in ihren Gedichten wieder, die zeigen: Frauenleben ähneln sich, Frauenträume auch, sei es in Island, Oberschwaben oder an der Nordseeküste. Und die Dichterin fordert auf, die Verhältnisse zu ändern, sie stimmt ein in die „revolutionskantate der haremsfrauen.“

Wer Birgit Böllingers Rezension in Gänze lesen möchte, findet diese unter diesem Link.

Das Übersetzer-Duo Gíslason/Schiffer dankt auch im Namen der Dichterin und des ELIF Verlags herzlich für das freundliche Aufmerken.

 

Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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