Erinnerungsauslösendes Moment – Daniela Engist: Lichte Horizonte

Eine Besprechung, die derart Lust aufs Lesen dieses Buches macht, dass ich sie gerne teile. Herzlichen Dank, Lea Katharina Kasper.

Aufklappen

Von Lea Katharina Kasper

Die Begegnung von Schriftstellerin Anne mit Stéphane, einem französischen Chansonnier, ist für Anne das erinnerungsauslösende Moment, das Daniela Engist zum Ausgangspunkt ihres neuen Romans ‚Lichte Horizonte‘ macht. Darin beschreibt die Autorin nicht nur, was mit Erinnerungen passieren kann, sie geht weiter und schreibt darüber, wie dadurch Geschichten entstehen und wieviel von der Autorin in diesen zu finden ist.

Die Geschichte, welche Daniela Engist in ihrem zweiten Roman erzählt, ist ziemlich unspektakulär und ein schon viel besprochenes Thema in Film, Musik und Literatur. Anne, ungefähr vierzigjährig, zwei Kinder, seit zwanzig Jahren mit dem Banker Alexander verheiratet, seit neuestem Romanautorin, drückt sich um ihren zweiten Roman herum. Bei einem Musik- und Literaturfestival lernt sie Stéphane kennen, tauscht semi-erotische E-Mails mit ihm aus, erinnert sich an ihre vergangenen Lieben und die Bedeutung dieser für ihr gegenwertiges Leben. Diese erinnerungsstiftende Begegnung ist der Stimulus, den Anne braucht.

Anne will sich…

Ursprünglichen Post anzeigen 709 weitere Wörter

Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
Dieser Beitrag wurde unter Literatur, Roman abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.