die sich vereinende deckung. Yu-Sheng Tsou. Gedichte

Auf diese Texte durfte ich früh einen Blick werfen und war nicht weniger fasziniert gefordert als die Rezensentin … Am Ende ist es ein großes Leseerlebnis!

Lyrikatelier Fischerhaus

Verschwundene Schrift, auf Punkt und Strich reduziert, teilt sich mit den brillanten und präzisen Versen dieses außergewöhnlichen Lyrikers das Papier. Gedanken, die sich nicht zu erkennen geben, Wasserzeichen des Geistes, die wir nicht dechiffrieren können, die der Lyriker selbst nicht dechiffrieren kann. Oder will? Eine Zumutung, meint man im ersten Augenblick, bis man die Schönheit des Unsagbaren erkennt. Es gibt noch Raum hinter dem Raum, Phantasie hinter der Phantasie. Das stimmt hoffnungsfroh und ein auf den Text: „Nachdem sich der Nebel gelichtet hat, / berührt Transparenz die Wangen, / die schwer wie eine Hand ist. / 5°C. All meine Geäußerten, als wären sie Verwandte, / halten meine beiden Hände. In diesem Foto habe / ich keine Worte. //“

Diese Lyrik, sie schlüpft in die Spalten und zwischen Ritzen der Welt, dehnt und weitet sie, gibt Antworten, noch ehe die Fragen auftauchen. Die Physiognomie des Moments samt seiner Falltüren ist gerne…

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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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Eine Antwort zu die sich vereinende deckung. Yu-Sheng Tsou. Gedichte

  1. Pega Mund schreibt:

    mir geht es mit yu-shengs buch wie dir, lieber wolfgang!

    es ist eine große schönheit zu ahnen, zu finden in yu-shengs texten …

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