Der, mein Vater war ein phantastischer Profi

Der ELIF Verlag setzt seine Reihe mit Poetry-Clips fort ….

Im Herbst letzten Jahres bat der Verleger des ELIF Verlags, Dinçer Güçyeter, die Dichter*innen, Übersetzer*innen und Herausgeber*innen, die in seinem Verlag eine literarische Heimat gefunden haben, ihm einige ihrer Gedichte aufs Band oder ins Smartphone zu sprechen und ihm zuzuschicken. Dann packte er seine Kamera, fuhr mit dem Fahrrad durch Felder und Wälder am Niederrhein, dem Sitz des Verlags, machte hier, doch auch zu Hause zahlreiche Aufnahmen, verband sie mit dem akustischen Material, experimentierte, montierte und schnitt und schuf so kurze Literatur-Filme, die er Poetry-Clips nennt.

Etwa ein gutes Dutzend sind so bis zum Jahresende entstanden und auf der Verlagsseite wie in sozialen Netzwerken veröffentlicht worden.

Gemeinsam war ihnen der Versuch, auf diese Weise im Interesse der Autorinnen und Autoren die Publikationen des Verlags, denen die Corona-Pandemie und die durch sie ausgelösten Restriktionen im Buchhandel und im literarischen Betrieb nur wenig Öffentlichkeit erlaubten, im Bewusstsein der Leserschaft zu halten.

Dieses Engagement habe ich, der ich als Übersetzer auch selbst dem Verlag verbunden bin, hier in meinen „Wortspielen“ von Beginn an gerne unterstützt. Und ich freue mich, dass die Reihe nun – nach einer langen Pause – ihre Fortsetzung findet: mit der 1980 geborenen, in Leipzig lebenden Julia Dathe und ihrem 2017 im ELIF Verlag erschienenen Gedichtband 1.

Zu diesem Band sagt der Kritiker Dirk Uwe Hansen in der Literaturzeitschrift Signaturen-Magazin:

Der Band ist mehr als nur eine Sammlung großartiger Gedichte; er ist zugleich ein sorgfältig komponiertes Ganzes und man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, ihn beim ersten Lesen in einem Zug durchzugehen (eine beinahe überflüssige Empfehlung, will mir scheinen, die Gedichte werden ihre Leser ohnehin nicht so einfach wieder loslassen).

Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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