Ragnar Helgi Olaffson: Handbuch des Erinnerns und Vergessens

„Ich schwelge…“ Hat Herr Hund dies wirklich geschrieben? Als ein Teil des Übersetzer-Duos will man es gar nicht recht glauben – doch danken, lieber Herr Hund, das will und tut man in jedem Fall. Danke!

hundstrüffel

Ich schwelge. Das tue ich selten und nie mit ganz leichtem Herzen. Man läuft Gefahr, zu viel zu sehen / zu meinen an (Deutungs-)Möglichkeiten und das bei vielleicht nicht ausreichendem Talent.

Wer weiß denn schon, was gut, was schlecht, was besser und was schlechter, wenn er nicht vorher schon alles weiß und sich noch daran erinnern kann. Hier ein Buch für Philosophen, die gerne welche sein möchten und das ernst meinen, also nichts zu wissen und zuletzt auch nicht mehr. Aber wo der Philosoph nicht weiterkommt, da kann der Poet helfen, wenigstens also, die Form zu (be)wahren.

Ich muss mich sehr zurückhalten, um nicht überbordend zu werden, es nicht unnötig zu beschweren. Es ist, bei aller Philosophie, so leicht. Ich will nicht den Fehler machen, es mit irgendwelchen Wortbestimmungen und -erklärungen auf den Boden herunterzuholen.

Man muss es laufen lassen. Kein Buch für Seßhafte, keines für Dozenten. Keines unbedingt für…

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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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Eine Antwort zu Ragnar Helgi Olaffson: Handbuch des Erinnerns und Vergessens

  1. Herr Hund schreibt:

    ….und könnte noch viel mehr dazu schreiben. Dickes Lob an dieser Stelle, an alle Beteiligten.

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