Der Isländer Ragnar Helgi Olafsson legt ein „Handbuch des Erinnerns und Vergessens“ vor

Eine erste Rezension zum „Handbuch des Erinnerns und Vergessens“ von Ragnar Helgi Ólafsson.
So dürfen Sonntage beginnen.
Das Übersetzer-Duo Gíslason/Schiffer dankt dem Kritiker Martin Oehlen!

Bücheratlas

Island1 Islands Himmel, Weite und Natur sind ziemlich großartig. Was der Inselstaat außerdem zu bieten hat, kann man von Ragnar Helgi Olafsson erfahren. Foto: Bücheratlas

Island ist ein einzigartiges Land – so groß und einsam, so hell und dunkel, so eiskalt und lavaheiß. Da verwundert es niemanden, dass auch die Literatur des Landes manch eine erstaunliche Erzählung vorzuweisen vermag. Das „Handbuch des Erinnerns und Vergessens“ versammelt gleich dreizehn eigenartige Geschichten, die mal als Vignette, mal als Kurzgeschichte und mal als Grille daherkommen. Ragnar Helgi Olafsson erzählt darin mit Freude an Pointe und Detail von vielem, aber nicht zuletzt von der Erinnerung. Es sind meistens kurze Texte, sieht man einmal vom langen Brief über eine Liebesbeziehung ab, dem die Sammlung ihren Titel verdankt. Die geschmeidige Übersetzung, in die auch die Vokabel „Klüngel“ einfließt, stammt von Jan Thor Gislason und Wolfgang Schiffer; gemeinsam haben sie bereits Olafssons Gedichtband „Denen zum Trost, die sich…

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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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