In Moskau ist der Teufel los

Selten habe ich so anregend über diesen Klassiker der russischen Literatur gelesen. Da will man ihn sich gleich nochmal auf die Lektüreliste setzen, vielleicht sogar in der Neuübersetzung von Alexander Nitzberg, die inzwischen bei dtv auch als Taschenbuch erschienen ist. Ein Vergleich zwischen dieser Fassung und der Übersetzung von Thomas Reschke verschafft womöglich noch einen zusätzlichen Lesegenuss! Vor allem aber: Danke, lieber Stefan Heidsiek, für diese so tolle Besprechung!

crimealley

© Luchterhand

Nachdem ich, von einigen längeren Pausen unterbrochen, fast drei Stunden auf das leere Word-Dokument vor mir gestarrt habe, wird mir nun langsam klar, dass es nicht so einfach wird mit der Rezension zu Michail Bulgakows „Der Meister und Margarita“. Das dürfte für mich insofern nicht überraschend sein, da auch die Lektüre dieses russischen Klassikers der Weltliteratur so ihre Tücken bereithielt, gehört sie doch zu der Kategorie Bücher, welche man zwar ohne weiteres einfach lesen, aber deswegen noch lange nicht verstehen bzw. genießen kann.

Über elf Jahre schrieb Bulgakow an dem Roman, diktierte noch im März des Jahres 1940 auf dem Sterbebett seiner Frau Jelena die letzte Fassung, auf die wiederum die Leserschaft nochmals ein Vierteljahrhundert warten musste. Erst dann, im November 1966, erschien das Werk in Fortsetzungen in der Literaturzeitschrift „Moskwa“ – allerdings um rund ein Achtel gekürzt. Dem Erfolg tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: Binnen…

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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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4 Antworten zu In Moskau ist der Teufel los

  1. SätzeundSchätze schreibt:

    Deiner Meinung schließe ich mich an, Wolfgang. Ich las vorhin die Rezension und bin sofort zum Regal gegangen, um meinen Meister wieder hervorzuholen.

  2. Stefan Heidsiek schreibt:

    Hm, irgendwie will mein Kommentar hier nicht raus. Zweiter Versuch:

    „Danke für das Rebloggen und deine freundlichen Worte, lieber Wolfgang!“ 🙂

    • schifferw schreibt:

      Ich danke für die tolle Besprechung! So wird man gerne an zurückliegende Lektüreerlebnisse erinnert!

  3. hajoschneider schreibt:

    Lieber Wolfgang, lieber Stefan: Überraschung am Sonntagmorgen: Da finde ich in meinem Postfach gleich zwei Benachrichtgungen mit gleichlautendem Betreff: In Moskau ist der Teufel los! Aber einmal von Wolfgang Fischer, die andere von Stefan Heidsiek? Spinnt mein E-Mail-Programm? Ob sich da zwei mit demselben Buch beschäftigt haben? Oder hat einer beim anderen was geklaut? Das Rätsel löst sich, als ich die Benachrichtigung voni Wolfgang Schiffers Literaturblog Wortspiele lese. Alles Weitere wisst ihr beiden. Danke für die Besprechung(en) von Bulgakows großartigem Text. Liebe Grüße, Joachim

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