Knut Ødegård: Die Zeit ist gekommen (ELIF VERLAG)

Es sind starke, eindrückliche und teilweise auch niederschmetternde Gedichte, die vor keinem Thema zurückschrecken. Sie sind mutig, melodisch, rühren ans Innerste, sprechen Seele und Geist an, spannen sich zwischen die Höhe des Sternenhimmels und die Tiefen eines Grabes, erstrecken sich von der Kindheit bis ins hohe Alter – beide Lebensphasen bringen neben fröhlichem Lachen tiefste Verzweiflung. Die Gedichte erzählen von Menschen, die in schlimme Situationen geraten, sie tun dies mit einer solchen Hinwendung zum Menschsein, dass der Trost dem Grauen eingeschrieben ist. Die Gedichte sind sehr klar und direkt, aber nicht voyeuristisch. Sie sprechen aus, sie denunzieren nicht. Sie sind ehrlich, aufrichtig, kraftvoll.

Petra Lohrmann über den im ELIF Verlag erschienenen Gedichtband Die Zeit ist gekommen des Norwegers Knut Ødegård.

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Dieser 2017 erschienene Gedichtband des Norwegers Knut Ødegård (geb. 1945) ist der erste dieses Autors, der ins Deutsche übersetzt wurde – und das, obwohl er als einer der größten Dichter des Landes gilt und bereits in über vierzig Sprachen übersetzt wurde. Nun liegt zur Buchmesse mit dem diesjährigen Gastland Norwegen die Sammlung Die Zeit ist gekommen im ELIF VERLAG vor.

Es sind starke, eindrückliche und teilweise auch niederschmetternde Gedichte, die vor keinem Thema zurückschrecken. Sie sind mutig, melodisch, rühren ans Innerste, sprechen Seele und Geist an, spannen sich zwischen die Höhe des Sternenhimmels und die Tiefen eines Grabes, erstrecken sich von der Kindheit bis ins hohe Alter – beide Lebensphasen bringen neben fröhlichem Lachen tiefste Verzweiflung. Die Gedichte erzählen von Menschen, die in schlimme Situationen geraten, sie tun dies mit einer solchen Hinwendung zum Menschsein, dass der Trost dem Grauen eingeschrieben ist. Die Gedichte sind sehr klar und direkt, aber…

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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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