Die sinnliche Ästhetik der Schwarz-Weiß-Fotografie

Eine weitere Stimme zum Gedichtband Die Zeit ist gekommen

Erstaunlich, wie lange es in einem angeblich globalisierten Weltganzen immer noch dauert, bis Dichterinnen und Dichter mit ihren Werken, die in der außerdeutschen Sprachwelt und erst recht in ihrer Heimat schon lang bekannt sind, in die deutsche Sprache übersetzt werden. Knut Ødegård ist solch ein Dichter, der jetzt endlich auch von einem deutschsprachigen Publikum gelesen werden kann. Dies ist nicht zuletzt der Frankfurter Buchmesse zu verdanken, deren Gastland dieses Jahr Norwegen ist.

So beginnt Monika Vasik ihre Rezension des Gedichtbands Die Zeit ist gekommen, die sie für das so großartige Literaturportal Fixpoetry – wir reden über Literatur geschrieben hat, und jeder weiteren Zeile ihrer Besprechung ist zu entnehmen, wie schürfend genau sie sich mit diesem Teil des Werks von Knut Ødegård auseinandergesetzt hat. Respekt!
Und Freude über die wertende Zusammenfassung zu dieser von Åse Birkenheier aus dem Norwegischen übertragenen und im ELIF Verlag erschienenen Gedichtsammlung am Ende ihrer Rezension mit dem Titel wundgerissen.

Ødegårds Dichtung ist aus dem Leben gegriffen. Er beleuchtet tragische Geschehnisse der Vergangenheit, von Gegenwart und möglicher Zukunft, doch er dichtet stets ohne Pathos, ohne Larmoyanz. Seine Sprache ist nüchtern, auf das Wesentliche fokussiert und äußerst präzis, auch dort, wo es nah an die Grenzen des Erträglichen geht. Ein beeindruckender Gedichtband eines Dichters, in dessen poetisches Schaffen wir hier einen kleinen Einblick gewinnen.

Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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