Mustafa Khalifas Roman „Das Schneckenhaus“ erzählt vom Überleben in der Folterhölle

Es ist mir eine Ehre, bei der Premierenlesung dieses Buches mitwirken zu dürfen! Am Sonntagabend, dem 14. April, im Theater der Keller in Köln.

Bücheratlas

IMG_E4707 (2) Der Protagonist will sich vor dem Terror im Gefängnis schützen, indem er sich ins  Schneckenhaus zurückzieht. Aber will soll das inmitten der Folter gelingen? Foto: Bücheratlas

Ein Tagebuch aus der Hölle –  das ist „Das Schneckenhaus“ von Mustafa Khalifa. Dass es sich hierbei um einen Roman handelt, muss mit Nachdruck betont werden. Denn der Leser ist geneigt, hier einen autobiographischen Text zu vermuten. Was schlicht daran liegt, dass der Autor den Folterterror in einem syrischen Gefängnis der 80er Jahre mit solch peitschender Intensität zu schildern vermag, dass es einen ein ums andere Mal schaudert. Tatsächlich kennt Khalifa leider sehr genau die Missstände vor Ort. Wegen seiner oppositionellen Haltung saß er erstmals 1979 für ein Jahr ein und dann noch einmal von 1982 bis 1994. Das Land verlassen durfte er erst 2006. Mittlerweile lebt er in Frankreich.

Der Roman erschien 2007 zunächst auf Französisch und im Jahr darauf auf Arabisch. Larissa…

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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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