Das Leseleben

Am 14. Dezember feiert der georgische Schriftsteller und Philosoph Giwi Margwelaschwili seinen 90ten Geburtstag. Sein Verlag, der Verbrecher Verlag in Berlin, veröffentlicht zu diesem Anlass in seiner neuen Edition Elektrobibliothek die auch das autobiographische Schreiben reflektierende Erzählung „Eine Völkerfriedensstiftung“. Ums Schreiben und mehr noch ums Lesen geht es auch in meinem Beitrag aus dem Jahr 2014…

Wortspiele: Ein literarischer Blog

Der Autor und Philosoph Giwi Margwelaschwili spricht über das Leben in und mit Büchern
Mann und Frau als Skulptur zwischen Büchern © Wolfgang Schiffer Mann und Frau als Skulptur zwischen Büchern © Wolfgang Schiffer Was ist ein Leseleben? Wer führt es? Der Lesende? Der Gelesene, der im Buch als Buchfigur existiert? Der Text gar?

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geborene Giwi Margwelaschwili in seinem langen Leben solchen Fragen zuwendet – ein Großteil seiner Literatur und seines philosophischen Diskurses ist geprägt vom Ausloten der Beziehung zwischen Leser und literarischen Figuren, zwischen Schrift und menschlichem Leben.

Auf äußerst vergnügliche und erkenntnistreibende Weise tut er dies nun einmal mehr in dem schmucken Leinenbändchen Das Leseleben, das eine Auswahl bereits erschienener kurzer Texte zum Thema mit einigen neuen zusammenführt.
Da ist von Zeilenquadratmetern die Rede, vom Tintenflußschicksal, von Versweltverwaltung und Versweltzeilenzeit, von Gedichtweltmännern und Gedichtweltmädchen – und immer wieder von…

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Über Wolfgang Schiffer

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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