Sjón / Anblick

Das Münsterland Festival zeigt Malerei von Jón Thor Gíslason

Ich bin sicher, es wird niemanden verwundern, dass mein Blog „Wortspiele“ ein kurzes Rauchzeichen sendet, wenn der Öffentlichkeit das künstlerische Schaffen eines meiner besten Freunde gezeigt wird. In wenigen Tagen ist dem so: Im Rahmen des diesjährigen Münsterland Festivals zeigt das Kulturzentrum der Burg Vischering in Lüdinghausen vom 10. September bis zum 10. Januar nächsten Jahres Arbeiten des isländischen Malers Jón Thor Gíslason.

Das Programm des Festivals ist in diesem Jahr Island und Griechenland gewidmet, quasi zwei „Eckpunkten“ Europas – bunt und vielfältig wie selten zuvor präsentiert es die Kunst und Kultur dieser beiden Länder. Alle Termine, Orte und Inhalte der Veranstaltungen finden sich detailliert auf der Internetseite des Festivals.

Aus dem Programmheft

Im Ankündigungstext zur Ausstellung von Jón Thor Gíslason, die den Titel Sjón / Anblick trägt, wird ausdrücklich auf den Status des Malers als Multitalent hingewiesen. So war er, bevor er sich der Malerei verschrieb, in seiner Heimat als professioneller Rock- und Popmusiker unterwegs und schrieb Erzählungen; heute bildet er neben seiner Malerei als künstlerische Haupttätigkeit mit mir ein Übersetzungsduo, das sich vornehmlich der zeitgenössischen isländischen Lyrik widmet.

Seiner Vermittlung habe ich es zu verdanken (das gedruckte Programmheft kündigt mich mit Hilfe eines kleinen Druckfehlers zwar als „Wolfgang Schiffler“ an und der Internetauftritt schweigt leider noch gänzlich dazu  – ich bin es aber dennoch und komme auch), dass auch ich am Münsterland Festival teilnehme und am 26. Oktober um 19:30 Uhr ein wenig berichten und lesen darf zur Entwicklung der lyrischen Landschaft in Island seit dem 2. Weltkrieg. Beginnen werde ich den Abend dann mit Islands sogenannten Atomdichtern und beschließen will ich ihn mit dem dann in unserer gemeinsamen Übersetzung im Elif Verlag frisch erschienenen Gedichtband Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können von Ragnar Helgi Ólafsson.

Die Vorfreude – vor allem auf Jón Thor Gíslasons Bilder – wächst
von Tag zu Tag.

Advertisements

Über schifferw

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
Dieser Beitrag wurde unter Ausstellung, Übersetzung, Island, Lyrik, Wortspiele abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Sjón / Anblick

  1. Peter Rubin schreibt:

    …und Du bist nicht ALLEIN beim Verzehren…allerdings halte ich mich in der „Feinkost-Abteilung“, der Poesie -und hier insbesondere bei der Lyrik- am Längsten auf…poetische Grüsse, Peter Rubin, Dichter dran…“Alles ist Poesie!“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s