Naira Gelaschwili – Ich bin sie

Schön besprochen und empfohlen, danke! Und gerne mit weiteren Leserinnen und Lesern geteilt!

Muromez

Mal himmelhoch jauchzend, wenig später zu Tode betrübt, optimistisch, dann wieder desillusioniert. Beim ersten Verlieben fahren die Emotionen Achterbahn. Georgerin Naira Gelaschwili hat eine kreative Erzähltechnik gewählt, um diese Gemütslage zu beschreiben: Die Protagonistin führt mit ihren Ichs Zwiegespräche.

Nia, etwa 13 Jahre alt, beschattet, verfolgt und beobachtet ihn. Gogi, Medizin-Student um die 20, wohnt im Haus gegenüber – beide können gegenseitig in ihre Fenster schauen. Sie weiß, wann er in den Bus steigt und von der Uni nach Hause fährt. Scheinbar weiß er aber kaum etwas von ihr …

Die Erzählerin versetzt sich in den Zustand als Teenagerin. Dann wechselt sie wieder in die Gegenwart: 50 Jahre später hat sie noch nicht mit ihm abgeschlossen, verlor Gogi aus den Augen und sucht nach ihm. Dabei intervenieren beide Ichs. Wenn beim jungen Ich das »fürchterliche Herzklopfen« einschreitet, mahnt das ältere oder gibt Tipps. Beide geraten in Konflikte, sind unterschiedlicher Meinung…

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Über schifferw

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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