Zum Welttag der Stimme…

… ein Besuch im Max Ernst Museum in Brühl

Ausschnitt aus dem Flyer zur Ausstellung

Natürlich hätte ich mir heute auch eines der vielen Hörbücher anhören können, die sich im Rahmen meiner Jurytätigkeit für den Preis der deutschen Schallplattenkritik bereits wieder  angesammelt haben, hätte mir mithilfe dieses Mediums etwas vorlesen lassen können von großen, professionellen Stimmen – ja, ich hätte mir zu diesem Welttag der Stimme am heutigen Tag auch selber etwas laut vorlesen können – aber nein, ich musste ja ins Museum!

Das Max Ernst Museum in Brühl

Die Ausstellung Jürgen Klauke – Selbstgespräche – Zeichnungen 1970 – 2016 stand bereits seit längerem auf meinem Besuchsplan; diesen Werksteil des Künstlers, den ich noch aus den guten alten Zeiten des Roxy, einer Künstlerkneipe in der Maastrichter Straße in Köln Anfang der 70er Jahre, persönlich kenne, hatte ich zum Beispiel im Vergleich mit seinen inszenierten Fotografien nämlich nie ausreichend verfolgt, so dass genau diese retrospektive, bis in die Gegenwart hineinreichende Auswahl versprach, das Versäumte nachholen zu können.

Eintrittskarte, Flyer und Broschüre zur Ausstellung

Meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, doch kann ich optisch leider nicht belegen, warum dies so ist: fotografieren war in der Ausstellung natürlich strengstens verboten.

Als ich zu meiner Überraschung dann jedoch sah, dass eine der Serien von Jürgen Klauke – geradezu passgenau zum Tag, dem Welttag der Stimme  – den Titel Voces/Stimmen trägt, habe ich das Verbot, man vergebe mir, doch kurz ignoriert… Die Versuchung war schlicht zu groß!

Auswahl aus der Serie Voces/Stimmen, Bleistift auf Papier 2010

Besonders faszinierend an dieser Serie (wie auch an weiteren Zeichnungen…) finde ich, dass ihre Motive in einer Weise gestaltet sind, die an Body-Art und Performance-Kunst erinnert, zu dessen Pionieren Jürgen Klauke gezählt wird. Vielleicht lässt sich dies ansatzweise auch für den Betrachter dieses Beitrags erkennen, auch wenn die mangelnde Qualität der schnell geschossenen Fotos natürlich nicht wirklich die Originale repräsentieren kann.

wie zuvor …

Weitere Informationen zum Künstler Jürgen Klauke finden sich hier auf seiner Homepage – Informationen zum Max Ernst Museum an dieser Stelle.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Juli dieses Jahres zu sehen. Einen Besuch empfehle ich gerne!

Advertisements

Über schifferw

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
Dieser Beitrag wurde unter Ausstellung, Wortspiele abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s