Axel-Eggebrecht-Preis und Günter-Eich-Preis: Mehr Aufmerksamkeit für die Radiokunst

Der „ICH SAG MAL“-Blogger Gunnar Sohn hat meinen Beitrag zu den von der Leipziger Medienstiftung verliehenen Radiopreisen aufgegriffen und gar einen Ton dazugegeben aus dem berühmten Hörspiel „Träume“ von Günter Eich. Herzlichen Dank hierfür!

Ich sag mal

Radio

Seit rund 14 Jahren vergibt die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig im Bewusstsein und in der Tradition der Rolle, welche die Stadt in der friedlichen Revolution von 1989 auf dem Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands inne gehabt hat, den Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien.

„Aus meiner Sicht weniger bekannt ist, dass zu dieser wichtigen Auszeichnung für unabhängigen, mutigen Journalismus neben weiteren Aktivitäten der Stiftung im Jahr 2007 zwei dezidierte Radiopreise hinzugekommen sind, die seither im jährlichen Wechsel verliehen werden: der Axel-Eggebrecht-Preis und der Günter-Eich-Preis“, schreibt der Wortspiele-Blogger und frühere WDR-Hörspielchef Wolfgang Schiffer.

Während der erstere Radiomacher auszeichnet, die mit ihrem Werk inhaltliche und ästhetische Maßstäbe gesetzt haben in der Entwicklung des Radio-Feature, sei der zweite den Hörspielschaffenden gewidmet, die sich in gleicher Weise um das Repertoire dieser Gattung verdient gemacht haben.

In diesem Jahr wurde unter tatkräftiger Beteiligung von Wolfgang Schiffer eine moderate Revision des Reglements der beiden Hörfunkpreise…

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Über schifferw

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
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3 Antworten zu Axel-Eggebrecht-Preis und Günter-Eich-Preis: Mehr Aufmerksamkeit für die Radiokunst

  1. Angelika Schramm schreibt:

    Danke! Ich war früher eine regelmäßige Hörspielhörerin, – heute versuche ich es immer mal wieder, gebe aber zumeist bald auf, weil mir die „Aufbereitung“, das fast schon obligatorische Stimmengewirr und die verzerrte, omnipräsente Musikuntermalung zu viel von der Stille des für sich klingenden Wortes und der Stille zwischen den Worten nehmen. Diese Ruhe war ja nicht nur in früheren Hörspielen, sondern auch in Filmen, auf der Theaterbühne ein Mittel, mit dem große Intensität und auch Spannung erreicht wurde… Töne, Musik, lautes Sprechen, Schreie, Stimmengewirr und Spieltempo gab es ja trotzdem. Sie wurden aber, so habe ich den Eindruck, sehr viel sparsamer eingesetzt. Vielleicht habe ich ja auch nur immer gerade die „falschen“ Hörspiele erwischt.

    • schifferw schreibt:

      Eine häufig gehörte Einschränkung… Natürlich haben sich (auch) die radioakustischen Ästhetiken geändert, entwickelt, auch das Rezeptionsverhalten vor allem jüngerer Menschen ist oftmals ein anderes geworden – aber die Hörspielangebote der ARD sind nach wie vor derart vielfältig, dass man (für viele zum Glück) auch noch das „alte, gute“ Hörspiel hören kann. Es ist eine Tat eine Frage der Auswwahl! Gute Grüße, Wolfgang

  2. Angelika Schramm schreibt:

    PS. Womit ich natürlich nicht meine, dass alles beim Alten bleiben sollte. Ich habe nur nicht den Eindruck, dass Neues in diesem Bereich auch Besseres ist, – unter dem Vorbehalt, dass es sich bei mir um das Pauschalurteil einer ganz und gar nicht kompetenten Person handelt…

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