Dichtung von der Insel aus Feuer und Eis (26)

Meine Reise durch die isländische Poesie

Dieser Beitrag ist diesmal ausnahmsweise ohne ein Gedicht! Er enthält nur einen Link zu meiner letzten Reise-Station – und das auch nur wegen des Fotos von Þingvellir, das dort als „Kopf“ des Beitrags zu sehen ist.

Der Künstler Ferdinand Vogel hat sich beim Stöbern in meinen „Wortspielen“ von diesem Foto zu einer digitalen Zeichnung anregen lassen – 200 x 75 cm groß –, die ich den Freundinnen und Freunden meiner kleinen Poesie-Reihe nicht vorenthalten will.

Þingvellir. Ferdinand Vogel
Ich finde den Vergleich zwischen natürlichem und künstlerischem Original sehr interessant! Und entscheide für mich, dass mir das zweite weit besser gefällt!

Und ich entscheide mich, doch noch ein „kleines“ Gedicht von Linda Vilhjálmsdóttir (s. die letzte Station) beizufügen, das Gregor Laschen auf der Basis einer Interlinearversion von Franz Gíslason für den Poesie-der-Nachbarn-Auswahlband Ich hörte die Farbe Blau ins Deutsche übertragen hat – ein Gedicht, in dem ich eine poetische Korrespondenz zu dem Gezeigten sehe.

Ísland

Blátt hafið
ístöðulaust djúpið
blátt hljóðið
hafið

grátt grjótið
ískyggilegt bjargið
grátt hljóðið
grjótið

íslandi orðið

Island

Das Meer aus Blau
Und ein labiles Tief
Der blaue Ton
Das Meer

Der alte Stein
Und der geheime Fels
Der graue Ton
Der Stein

Wortlaut Island

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Über schifferw

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
Dieser Beitrag wurde unter Übersetzung, Bücher, Gedichte, Island, Isländische Literatur, Literatur, Lyrik, Wortspiele abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Dichtung von der Insel aus Feuer und Eis (26)

  1. Petra Wiemann schreibt:

    Alles so schön steinern. Das passt wirklich wunderbar zusammen.

  2. saetzebirgit schreibt:

    Bild+Gedicht=kleinesKunstwerk für sich. Wunderbar: Ich kann ein wenig jetzt das Blau hören…

  3. Angelika Schramm schreibt:

    Beides gefällt mir sehr! Danke.

  4. zeilentiger schreibt:

    Jetzt ist es doch noch ein Gedicht geworden. 🙂

  5. Sigrún Valbergsdóttir schreibt:

    Es trafen sich mal ein Riese und eine Riesin in den Bergen. Der Begegnungskuss hat einen Augenblick zu lange gedauert. Die Sonne kam auf und sie wurden zum Stein. Der Kuss dauert jetzt für ewig und immer … und ist wunderbar in dem Kunstwerk verewigt! Sehr schön, wie auch das Gedicht von Linda.

    • schifferw schreibt:

      Liebe Sigrún, wie schön, Deine hintergründige Schilderung dessen, was man hier sieht! Danke! Dein Wolfgang

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