Alter Hafen

… oder die Saison geht doch nicht zu Ende!

Gewünschte Idylle © Wolfgang Schiffer

Gewünschte Idylle © Wolfgang Schiffer

Die Sommerzeit naht! Und diese bringt es mit sich, dass ich mir ab heute immer mal wieder eine längere blog- (und möglichst auch facebook-) freie Zeit nehmen werde – nicht zuletzt um meiner Liebsten an den verschiedensten Orten einen anderen Anblick zu bieten als meinen entrückten Blick ins Buch, meinen Rücken vor dem Rechner oder gar dessen Krümmung, die sich ergibt, wenn ich mich über ein Smartphone oder Tablet beuge…

Allenfalls einen Stift und ein Blatt Papier will ich mir noch gestatten – abgesehen vom schnellen Klick auf den Auslöser der Kamera!

Mit anderen Worten: wir werden viel unterwegs sein – in Echtzeit und ganz ohne Netz der Bücher, Bytes und Algorhytmen, die mich sonst einen Großteil der Welt „erleben“ lassen! Oder eben gerade nicht!

Also verabschiede ich mich für ein paar Weilen und tue dies mit einem der in meinem Mitlesebuch Die Saison geht zu Ende veröffentlichten Gedichte – einem Gedicht, dessen beschriebener Zustand vielleicht nicht jedermann erfreut, dessen Ruhe, die sein poetischer „Atem“ anstrebt, ich mir jedoch für die „Meinige“ und mich in den anstehenden Zeiten wünsche…

Ein bisschen größer darf der Hafen schon sein... © Wolfgang Schiffer

Ein bisschen größer darf der Hafen schon sein… © Wolfgang Schiffer

Alter Hafen

Ein Stuhl. Im Garten letzte Sonne.
Hinter der Mauer blökt ein Schaf, mein Herr.

Im Hafen segellose Masten,
Schiffe, Bauch an Bauch,
auf der Caféterrasse, Port und Sherry trinkend,
ihre neuen Herren,
in der Kneipe abgedankte Kapitäne.

Jawohl, mein Herr,
die Fische hier sind ausgeflogen,
die flügellahmen selten teuer,
die Katzen sitzen mit Traueraugen auf der Mauer.
Ich auf dem Stuhl. Im Garten.

Bitte, bleibt / bleiben Sie den „Wortspielen“ gewogen! Sie werden bald wieder „Rauchzeichen“ senden und von anderen „Streifzügen“ berichten als von solchen, wie wir sie jetzt unternehmen wollen!

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Über schifferw

Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
Dieser Beitrag wurde unter Bücher, Gedichte, Literatur, Lyrik, Wortspiele abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Alter Hafen

  1. wederwill schreibt:

    Wir wünschen eine schöne Zeit, bedauern es ein bisschen, dass eine längere Auszeit kommt, denn die schönen Beiträge werde uns wohl fehlen, können aber den Wunsch nach nur Stift und Zettel allzu gut verstehen! Und so freuen wir uns eben auf die kommenden Artikel und Fotos.
    Kommen Sie erholt zurück, mein Herr!

    Herzlichst,
    Eva

  2. Angelika Schramm schreibt:

    Eine schöne Ferienzeit, lieber Wolfgang! Mögen Dir die Wochen unbegrenzt erscheinen und mir nicht so lang, – ich vermisse Dich schon jetzt, – vorab…
    Herzliche Grüße Angelika

    • schifferw schreibt:

      Danke! Welch ein schöner Gruß! Ich werde die liebgewonnenen Blog-Lektüren von Dir und vielen anderen natürlich auch vermissen – hoffe aber, ich halte durch! Keine Reaktion ist also in keinem Fall gleichbedeutend mit mangelnder Wertschätzung!
      Liebe Grüße, Wolfgang

      • Angelika Schramm schreibt:

        Ich denke auch immer einmal wieder an Abstinenz… Vielleicht mache ich es ja endlich, angeregt von Deinem Beispiel Eine Woche ohne, zwei Wochen ohne… Aber es sind ja nicht nur die Texte, die man vermissen wird, sondern genau so oder noch mehr die Menschen, die sie schreiben, denn ihre Texte führen zu ihren Köpfen und Herzen.

  3. kaetheknobloch schreibt:

    Ich wünsche Ihnen wunderbarstes Flanieren und bestestes Schauinslanden. Und freue mich auf’s Wiederlesen, wenn die Zeit gekommen. Herzliche Grüße, Ihre Frau Knobloch.

  4. shirimcherie schreibt:

    Schön eingelaeutet… frohe Hafenzeit!

  5. finbarsgift schreibt:

    …hab eine schöne Sommerzeit…

    herzliche Grüße
    vom Lu

  6. schifferw schreibt:

    Allen, die uns eine gute Zeit gewünscht haben, herzlichen Dank! Wir hatten eine solche! Jetzt machen wir allerdings wieder einen kurzen Zwischenstopp in heimischen Gefilden!

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